kandal im Landratsamt – Rechter Liedermacher stellt Antrag auf Eheschließung mit seinem VW-Bus

Fränkisches Tageblatt Netzausgabe 31.03./Druckausgabe 01.04.2026 – 2. Seite

Hof an der Saale

Skandal im Landratsamt – Rechter Liedermacher stellt Antrag auf Eheschließung mit seinem VW-Bus

Da staunte der Standesbeamte nicht schlecht, als der bekannte rechte Barde Frank Rennicke ein Aufgebot zur Ehe stellte. Aber statt eine Frau oder neuerdings auch Mann zu ehelichen, wollte Rennicke seinen inzwischen 27 Jahre alten VW-Transporter heiraten. Er gab an, mit diesem Wagen eine tiefe Beziehung zu haben, mit diesem mehr Zeit als mit seinen Frauen in zwei Ehen zugebracht zu haben und nachdem der T4 zum Miniwohnmobil vor Jahren umgebaut und zugelassen wurde, auch in diesem ständig zu übernachten. „Ich schlafe ständig mit meinem Bulli und fühle mich auch exotisch-erotisch beim Klang des Dieselmotors stimuliert..“ so der rechte Sänger.

Nachdem der Fall Sven Liebig alias Svenja Marla Liebig als erster geschlechtsveränderter Rechter der Republik für Aufsehen sorgte, legt Rennicke nun noch einen drauf. Unser Reporter fragte ihn, ob er sich nun als Reifen empfinden würde – Rennicke meinte, solange diese schwarz sind, wohl kaum, bei braunen Pneus würde er sich das nochmal überlegen. Ob er schon „heiße Nächte“ im Bulli verbracht hätte – „Ja, im sehr warmen Schlafsack,  wenn die Standheizung laufen würde…“.

Das Landratsamt tut sich mit der Ehe Rennicke-Bulli schwer. „Im Prinzip ist es möglich, sich als Fuchs, Hund, Blume oder Schmetterling zu empfinden – eine Eheschließung mit einem Auto ist aber trotz Selbstbestimmungsrecht ungewöhnlich“, so die Sachbearbeiterin Annastasia Sylenski-Rübe, die nun die Regierung von Oberfranken um Rat anfragte. Der Oberregierungsdirektor Hugo Schmalbrust-Lewinski habe schon vor Wochen den Hinweis gegeben, Rennicke müsse sich bei einer Geschlechtsänderung auch einen neuen Vornamen geben, was aber bereits zum nächsten Skandal führte. Der Barde beantragte für sich statt Frank künftig den Vornamen ANNE-FRANK-MERCEDES führen zu wollen, was sofort den jüdischen Kulturverband von Bayreuth und den VVN-Verein ANTIFASCHISTISCHE GESCHICHTSERINNERUNG auf den Plan rief. Die örtliche DAIMLER-BENZ-Niederlassung erklärte, man werde den „Mißbrauch des Namens MERCEDES nicht kommentarlos hinnehmen“. Rennicke bot darauf an, zusätzlich zu MERCEDES noch den Namen ISETTA anzuhängen, was aber auch auf wenig Gegenliebe bei der örtlichen BMW-Niederlassung stieß.

Rennicke hatte vor, seine Ehe mit BULLI am 20. April zur Trauung zu bringen – dieses dürfte allein zeitlich nicht mehr möglich sein. „Na dann am 8. Mai“ kommentierte Rennicke. Der Landrat Dr. Braun-Bär hat bereits mitgeteilt, das durch Rennicke nun der Landkreis Hof bundesweit in die Schlagzeilen käme und dann der 8. Mai „…ein Tag der Schande werden würde…“. „Sehr richtig!“ meine der Barde dazu, streichelte sanft über die Motorhaube seinen Transporters, der vor dem Redaktionsgebäude parkte und beim Abfahren noch das beleuchtete Schild in der Heckscheibe einschaltete: „FUCK YOU, GRETA“ – „FLINK WIE EIN WIESEL, DANK RUDOLF DIESEL“.

APRIL – APRIL !

 

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